Jahresprogramm 2026

MATTHÄIKIRCHHOF – WIE WEITER?

Vortrag von Baubürgermeister Thomas Dienberg und Podiumsdiskussion
12. März 2026 | 18 Uhr | Stadtbibliothek am Wilhelm-Leuschner-Platz

Nach Beschluss des Stadtrats zum Wettbewerbsergebnis steht jetzt die schrittweise Umsetzung auf der Agenda. Die Kulturstiftung fragt nach den Bauherren für die einzelnen Projekte auf dem Gelände des Matthäikirchhofs, wie mit Grund und Boden im Einzelnen umgegangen werden soll und wie baukulturelle Qualität gesichert werden kann.

Siegerentwurf des Städtebaulichen Wettbewerbs

ENTLANG DER WIESSEN ELSTER. ZEITZ IM MITTELALTER

Frühjahrsexkursion der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen
29. März 2026 | 10 Uhr | Vor dem Rathaus in der Oberstadt, 06712 Zeitz

Im ersten Teil der Exkursion führt Archäologe Holger Rode durch das Zeitz des Mittelalters aus archäologisch-historischer Sicht. Im zweiten Teil ist unter der Leitung von Dr. Thomas Westphalen eine Besichtigung der Domkirche St. Peter und Paul bei der Moritzburg vorgesehen, gefolgt von einer Führung in der Stiftsbibliothek.

Stadtansicht Zeitz 1536/37

WORKSHOP „ARCHÄOLOGISCHE GRABUNGEN“

Ein besonderer Tag für die ganze Familie
13. Juni 2026 | 10 Uhr | Bergbau-Technik-Park | 2. Termin: 15. August 2026

Der Tagebau Espenhain war kulturgeschichtlich so bedeutend, dass sogar zu DDR-Zeiten archäologische Grabungen stattfanden. Nach einem Kurzvortrag zu Methoden der Archäologie werden Sie selbst aktiv. Unter professioneller Anleitung ergraben Sie einen rekonstruierten Befundkomplex, dokumentieren Ihre Ergebnisse und lernen Arbeitsmethoden der Archäologie kennen.

Grabungsworkshop | Foto: Petra Schug

URBS LIBZI ANS LICHT * I

Eröffnung der Freiluftausstellung, Infostand und Führungen
13. September 2026 | Tag des offenen Denkmals | 10–16 Uhr | Matthäikirchhof | Eintritt frei

Die neu entwickelte Freiluftausstellung „urbs Libzi ans Licht“ zeichnet mit Bodenmarkierungen die Grundrisse der Burganlagen (11. & 12. Jh.), der Kirche (14. Jh.) und des Klosters (16. Jh.) am Ort der Befunde nach. Große Schautafeln vermitteln eine Vorstellung vom Aussehen der Bauwerke. In der Zeit von 10 bis 16 Uhr werden Experten des Landesamtes für Denkmalpflege vor Ort sein, Fragen beantworten und Führungen über die Urbs Libzi anbieten.

Kloster im 16. Jh. | Zeichnung: Rainer Ilg

URBS LIBZI ANS LICHT * II

Vortrag und Expertengespräch
13. September 2026 | Tag des offenen Denkmals | 17 Uhr | Alte Nikolaischule | Eintritt frei

Unter dem Titel „Der Weg zur Darstellung der Gebäude des 11. Bis 16. Jahrhunderts“ informiert die Expertengruppe der Kulturstiftung Leipzig über den Prozess der Entstehung der Bildtafeln der Freiluftausstellung „urbs Libzi ans Licht“ auf dem Matthäikirchhof, die einen Eindruck vom Aussehen der mittelalterlichen Bauwerke vermitteln, und ihre umfangreichen Recherche historischer Texte und vergleichbarer Bauten des mitteldeutschen Raumes.

Bergfried im 11. Jh. | Zeichnung: Rainer Ilg

FRÖHLICHES GEDENKEN AN DIE ERSTERWÄHNUNG DER URBS LIBZI

20. Dezember 2026 | 17 Uhr | Kreuzung Matthäikirchhof, Große Fleischergasse | Teilnahme frei

Mit einem kleinen Umtrunk erinnern wir an die Ersterwähnung unserer Stadt vor 1000 und 11 Jahren und informieren über die neuesten Entwicklungen zur Neugestaltung des Matthäikirchhofs sowie unsere Vorhaben für das kommende Jahr. Der (noch jungen) Tradition folgend bitten wir alle Teilnehmer:innen Punsch, Glühwein und Gebäck mitzubringen.

Jahresprogramm 2025

Auftaktveranstaltung

15. April 2025 | 19 Uhr | Alte Nikolaischule, Leipzig

Leipzig wurde 1015 als „urbs Libzi“ erstmals schriftlich erwähnt – war es damals schon mehr als eine Burg? Die Erforschung der frühen Stadtgeschichte erfordert interdisziplinäre Ansätze, denn schriftliche Quellen sind rar. Onomastik, Geographie und Botanik liefern wertvolle Hinweise, doch vor allem die Archäologie zeichnet ein umfassendes Bild.
Referate Petra Schug, Archäologische Gesellschaft in Sachsen e.V. | Dr. Thomas Westphalen, Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V.  | Anschließend gibt der Arbeitskreis „urbs Libzi“ der Kulturstiftung Leipzig einen Einblick in seine Vorhaben und Ziele. | Eintritt frei

Grabung des Landesamts für Archäologie an der „Hainspitze“ im Jahr 2012. Foto: Petra Schug

Grabung des Landesamts für Archäologie an der „Hainspitze“ im Jahr 2012. Foto: Petra Schug

Exkursion zum Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac)

3. Mai 2025 | 12:30 Uhr | smac, Stefan-Heym-Platz 1, Chemnitz

Besuch der Dauerausstellung mit dem Schwerpunkt Stadtgründungen sowie der Sonderausstellung „Silberglanz und Kumpeltod“. Das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz ist das archäologisch-kulturhistorische Landesmuseum des Freistaates Sachsen.
Führung Dr. Jens Beutmann, smac | Reiseleitung Dr. Wolfgang Hocquél, Kulturstiftung Leipzig | Anreise Individuell | Regionalzug Leipzig – Chemnitz | 10 min Fußweg vom Bahnhof zum smac | Eintritt 8/5 € | Gruppen ab 10 Personen 5 € p.P. | Bis 17 Jahre frei.

smac – Kaufhaus Schocken Museum, Innenraum

smac – Kaufhaus Schocken Museum, Innenraum, Foto: Karl-Heinz Röhrig

Museumsnacht auf dem Matthäikirchhof | Archäologischer Stadtspaziergang

10. Mai 2025 | 21 Uhr | Matthäikirchhof, Leipzig

Petra Schug präsentiert einen Ausschnitt aus ihrem archäologischen Stadtspaziergang: Leipzig ist eine Burg! Auf dem ehemaligen Matthäikirchhof wird anhand von archäologischen Ergebnissen das Bild des frühen Leipzigs in Erinnerung gebracht.
Führung Petra Schug, Archäologische Gesellschaft in Sachsen e.V. | Eintritt frei

Luftbild Matthäikirchhof, die Fundamente des Bergfrieds der urbs Libzi liegen unter dem Garagenflachbau im Innenhof, Foto: Unrau Fotografie

Luftbild Matthäikirchhof, die Fundamente des Bergfrieds der urbs Libzi liegen unter dem Garagenflachbau im Innenhof, Foto: Unrau Fotografie

Tag des offenen Denkmals auf dem Matthäikirchhof | Blick unter den Asphalt

14. September 2025 | 13–16 Uhr | Matthäikirchhof, Leipzig

Führung über den Matthäikirchhof mit Bodenzeichnungen der im Untergrund vorhandenen Fun-damente von Burg, Kirche und Kloster.
Führung Mirko Ohlert, Landesamt für Archäologie Sachsen | Teilnehmergebühr frei

Skizze der urbs Libzi: Entstanden auf der Grundlage der Grabungsfunde aus den 1950er Jahren, wissenschaftlich aufbe-reitet von Dr. Thomas Westphalen. Zeichnung: Rainer Ilg

Skizze der urbs Libzi: Entstanden auf der Grundlage der Grabungsfunde aus den 1950er Jahren, wissenschaftlich aufbe-reitet von Dr. Thomas Westphalen. Zeichnung: Rainer Ilg

Präsentation archäologischer Funde im großstädtischen Kontext, Beispiele aus Berlin und Dresden

18. September 2025 | 18 Uhr | Stadtbibliothek Leipzig

Mit der geplanten Neubebauung des Matthäikirchhofs in Leipzig stellt sich die Frage, in welcher Form an die urbs Libzi erinnert werden soll. Beispiele aus Berlin und Dresden laden zur Diskussion ein.
Referate Dr. Sebastian Heber, Landesdenkmalamt Berlin, Fachbereich Bodendenkmalpflege | Dr. Thomas Westphalen, Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. | Eintritt frei

Inszenierung eines Latrinenfundaments in Berlin Mitte

Inszenierung eines Latrinenfundaments in Berlin Mitte: Die Dokumentation an der „Käfigwand“ enthält umfangreiche Informationen zum Wohnhaus und dem gesamten Quartier. Foto: Wolfgang Hocquél

Städtebaulich-archäologische Exkursion nach Dresden

11. Oktober 2025 | 11 Uhr | Neumarkt, Dresden, Eingang zur Frauenkirche

Der Wiederaufbau des Dresdner Neumarktes und die Rolle der Archäologie. Führung durch den historischen Stadtkern. Anschließend: So geht es auch – Kulturhistorischer Rundwanderweg am Geberbach. Der Archaeo-Pfad in Dresden/Prohlis zeigt den, 10 km vom historischen Stadtkern entfernten, archäologischen Brennpunkt.
Führung Dr. Thomas Westphalen, Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. | Anreise Individuell | Regionalzug Leipzig – Dresden | Tram 3,7,9,11 von DD Hbf. Richtung Zentrum | Teilnehmergebühr frei

Frauenkirche Dresden, Foto: Uwe Aranas

Der Haupteingang der Frauenkirche ist der Startpunkt unserer Exkursion. Foto: Uwe Aranas

Exkursion nach Lützen zur Ausstellung des Massengrabs von 1632

1. November 2025 | 11 Uhr | Museum 1632, Lützen

Die Schlacht bei Lützen war, mit mehr als 9000 Opfern, eine der verlustreichsten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges. Die Ausstellung des Museum Lützen 1632 zeigt das im Block geborgene eindrucksvolle Massengrab.
Reiseleitung Dr. Wolfgang Hocquél, Kulturstiftung Leipzig | Anreise Individuell | Regionalzug Leipzig – Markranstädt | Bus 165 nach Lützen | Eintritt 8,5/6 € | Gruppen ab 10 Personen 7 € pro Person

Lützen 1632: Das senkrecht ausgestellte Massengrab vermittelt ein besonders intensives Gefühl für die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges. Foto: Wolfgang Hocquél

Lützen 1632: Das senkrecht ausgestellte Massengrab vermittelt ein besonders intensives Gefühl für die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges. Foto: Wolfgang Hocquél

Stadtspaziergang und Gedenken an die Ersterwähnung der Urbs Libzi

20. Dezember 2025 | 16 Uhr | Kreuzung Matthäikirchhof, Große Fleischergasse

Zu Beginn führt Petra Schug in einem 45minütigen Archäologischen Stadtspaziergang an Grabungsstätten der letzten 20 Jahre. Im Mittelpunkt stehen dabei Befunde, die archäologisch das Thema Sterben und Bestattet werden bebildern. Mit dem gehörigen zeitlichen Abstand wird dies garantiert kein Trauermarsch. Es ist ein alltägliches Thema, das eher interessant als bedrückend vermittelt wird.

Anschließend erinnern wir mit einem kleinen Umtrunk an die Ersterwähnung unserer Stadt vor 1000 und 10 Jahren. In der Chronik Thietmars von Merseburg heißt es dazu: „Dann erkrankte der wackere Bischof Eid, der eben mit großen Geschenken aus Polen zurückgekehrt war, und gab am 20. Dezember in der urbs Libzi Christus seine treue Seele zurück.“ (aus dem Lateinischen)

Bitte Punsch, Glühwein und Gebäck mitbringen!
Teilnahme frei

 

Plastik des Thietmar von Merseburg von Ulrich Janku, Foto: Helga Bässler

Plastik des Thietmar von Merseburg von Ulrich Janku, Foto: Helga Bässler