Die ‚Gesichter‘ des Richard Wagner – Fast eine Familienaufstellung

Eröffnet wird die WAGNER-FESTWOCHE 2026 mit einer außergewöhnlichen theatralischen Intervention des Schauspielensembles des Theaters Adolf Südknecht und Universitätsmusikdirektor David Timm (als Richard Wagner).

Donnerstag, der 21. Mai 2026 | 19 Uhr | Festsaal des Neuen Rathauses

Abbildung in der Übersicht: Schauspielensemble des Theaters ADOLF SÜDKNECHT | Foto: Claudius Bruns

Eröffnet wird die WAGNER-FESTWOCHE Leipzig 2026 unter dem Titel Vielschichtig – Vielgesichtig im Festsaal des Neuen Rathauses mit einer außergewöhnlichen theatralischen Intervention: Am Vorabend der Uraufführung seines Vorspiels zu den Meistersingern von Nürnberg im Gewandhaus begegnet der kurz vorher amnestierte und nach Leipzig zurückgekehrte Wagner verschiedenen Menschen, die seinen bisherigen Lebensweg mitbestimmt haben, oder in seinem zukünftigen Leben von Bedeutung sein werden und wird mit seinen Schriften und Taten konfrontiert. Dabei sind dringend noch finale Korrekturen an der Partitur zu erledigen …

Bestritten wird der Abend vom Schauspielensemble des preisgekrönten Theaters ADOLF SÜDKNECHT und Universitätsmusikdirektor David Timm (als Richard Wagner) am Klavier.

Das Theater ADOLF SÜDKNECHT setzt sich seit 2012 ebenso unterhaltsam wie intensiv theatral mit historischen Themen auseinander. Zu erleben ist gut recherchiertes Improvisationstheater, immer historisch verbürgt, mal halb wahr, mal völlig erfunden. Die Form, mit der es seine Inhalte umsetzt, ist authentisch, immer überraschend und mit familiärer Nähe zum Publikum, das nicht selten Einfluss auf das Theatergeschehen nehmen kann.

Karten zu 18/12 € im Vorverkauf und an der Abendkasse | Restkarten für Studierende an der Abendkasse zu 5 €

Susanne Bolf wurde 1968 im schwäbischen Laupheim geboren. Sie ist ausgebildete Schauspielerin und entdeckte vor über 20 Jahren ihre Liebe zum Improvisationstheater. Seither tritt sie deutschlandweit als Improvisateurin auf und spielt regelmäßig mit namhaften Ensembles in Leipzig, Berlin und Dresden („Theatersport Berlin“, „Yesodernie“, „Die Mordslustigen“). Weiterhin arbeitet sie als Autorin von Theaterstücken sowie als Sprecherin. In Leipzig kennt man Susanne Bolf u. a. aus Produktionen der Moritzbastei, des Feinkost-Sommertheaters sowie der „Adolf-Südknecht-Improschau“, vom „Knalltheater“ und der „Inselbühne“. Ihre besondere Stärke sind ihr Talent für Sprache und Dialekte sowie ihre Wandlungsfähigkeit als Schauspielerin.

August Geyler, Jahrgang 1984, lebt und arbeitet als Schauspieler, Moderator und Improvisator in seiner Geburtsstadt Leipzig. Dem Leipziger Publikum wurde er durch die Rollen Anton Südknecht und Friedrich Krause in der „Seifenoper-Improschau“ des Theaters Adolf Südknecht bekannt, dessen Gründungsmitglied er ist. Als Teil der freien Theaterszene spielt er in verschiedenen Häusern, zuletzt besonders in der Comödie Dresden. August ist ausgebildeter Pantomime, liebt das körperliche Bühnenspiel und hat seine Profession in der Langformimprovisation gefunden. Diese Kunst vermittelt er Profis wie Amateuren. August spricht gern und übt sich im Zuhören.

David Timm, 1969 in Waren (Müritz) geboren, war Mitglied und erster Präfekt des Leipziger Thomanerchores. Nach dem Studium der Kirchenmusik an der HMT Leipzig absolvierte er ein Meisterklassenstudium Klavier bei Prof. Markus Tomas, das er 1996/97 durch einen Studienaufenthalt am Mozarteum Salzburg bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling ergänzte und 1999 mit Auszeichnung abschloss. Seit 1998 ist er Lehrbeauftragter für Liturgisches Orgelspiel an der HMT Leipzig und wurde 2017 zum Honorarprofessor ernannt. Von 1999-2006 war er musikalischer Leiter des Leipziger Vocalensembles in der Nachfolge von Georg Christoph Biller. Er ist Mitbegründer der LeipzigBigband. Seit 2005 ist er Leipziger Universitätsmusikdirektor und damit Leiter des Leipziger Universitätschores. David Timm konzertierte in zahlreichen europäischen Ländern, den USA, Japan, Russland, Mittelasien und dem Irak; er hatte solistische Auftritte mit dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Neuen Bachischen Collegium Musicum u.a. Als Gastdirigent arbeitete er u.a. mit dem Händelfestspielorchester Halle/Saale, der Tokyo Oratorio Society, dem Morioka Bach Kantaten Verein sowie dem MDR Sinfonieorchester und dem MDR Rundfunkchor zusammen. Zu seinen vielfältigen Auszeichnungen gehören u.a. der 1. Preis beim Weimarer Klavierimprovisationswettbewerb und der 1. Preise beim I. Johann-Sebastian-Bach-Improvisationswettbewerb in Weimar sowie beim V. Internationalen Orgelimprovisationswettbewerb in Schwäbisch Gmünd. 2008 erhielt er den Mozartpreis der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V.

Armin Zarbock, gebürtiger Berliner und seit 2006 Wahl-Leipziger, arbeitet als Schauspieler, Sprecher, Regisseur und Autor und wirkte in über 150 Theaterproduktionen mit. Er hatte Theater-Engagements als Gast im Theater Nordhausen, bei den Störtebeker Festspielen auf Rügen, dem FFT Düsseldorf und war drei Jahre im Festengagement am Brandenburger Theater in Brandenburg an der Havel. In Berlin spielte er unter anderem als Gast im Berliner Ensemble, an der Volksbühne, im Prater und im Theater am Halleschen Ufer. In Leipzig ist oder war er tätig unter anderem im Schauspiel Leipzig, in der Musikalischen Komödie, im Gewandhaus, im Kabarett Academixer, im Krystallpalast Varieté, dem LOFFT, dem ANKER, dem Werk 2, den Cammerspielen, dem Geyserhaus, dem Theatrium, bei der TheaterTurbine, der INSELbühne, der naTo und der Moritzbastei. Als Sprecher liest er Hörbücher ein, ist als Stimme im Overvoice zu hören oder in Live-Lesungen auf der Bühne zu erleben.