Führung über den Friedhof mit Grabmal von Mutter und Lieblingsschwester Rosalie; anschließende Fahrt mit der Wagner-Straßenbahn zum Palmengarten mit Rundgang im Richard-Wagner-Hain. Führungen: Ursula Oehme & Helmut Loos
Sonntag, der 24. Mai 2026 | 11 Uhr | Alter Johannisfriedhof, Eingang Täubchenweg
Abbildung in der Übersicht: Grabstein von Mutter und Schwester Richard Wagners auf dem Alten Johannisfriedhof | Foto: Marita Heinichen
Die Geschichte des Alten Johannisfriedhofs als Begräbnisstätte endete 1883 nach fast 600 Jahren. Danach wurde der Friedhof säkularisiert und beherbergt heute als „Friedhofspark“ etwa 400 Grabmale von oftmals künstlerischem und kulturhistorischem Rang. Dazu gehören auch das Grabmal der Mutter Richard Wagners und seiner Lieblingsschwester Rosalie von 1910 in der V. Abteilung und der Gedenkstein seines Vaters von 2013 in der IV. Abteilung. Ursula Oehme erzählt die abenteuerliche Geschichte der Gräber und der Grabmale, in die sich sogar Cosima Wagner, die „Herrin des Grünen Hügels“ in Bayreuth, einmischte.
Nach einer reichlichen Stunde geht es im Spazierschritt zur Haltestelle Johannisplatz, wo etwa 12:40 Uhr die Wagner-Straßenbahn Richtung Angerbrücke mit Helmut Loos an Bord abfährt. Er begleitet die Gruppe zunächst zum Gedenkstein an die Gründung des Richard-Wagner-Verbandes deutscher Frauen von 1909 im Palmengarten, bevor der Rundgang durch den Richard-Wagner-Hain beginnt. Hier sollte nach einer Ausschreibung von 1932 im gesamtdeutschen Raum unter Oberbürgermeister Carl Goerdeler das von Emil Hipp geschaffene Richard-Wagner-Denkmal errichtet werden, was aber nach der Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten von der Stadt Leipzig nach dem Zweiten Weltkrieg abgelehnt wurde.
Karten zu 18/12 € im Vorverkauf und an der Abendkasse
