Im Jahr 2001 hatte der Leipziger Bürger Joachim Krüger, der als Kind im Hause Rothe ein und aus ging und dem Karl Rothe stets ein Vorbild war, der Kulturstiftung eine Spende übergeben, die es ihr ermöglicht, bis zu dessen 100. Todestag an der Gedenktafel für Dr. Karl Rothe am Gebäude Karl-Rothe-Straße 1 jährlich einen Kranz anzubringen. Die erste Kranzniederlegung erfolgte am 20. Januar 2003. Karl Rothe wurde am 20. Februar 1865 in Leipzig als Sohn eines Kolonialwarenhändlers geboren. Von 1918 bis 1930 war er Oberbürgermeister der Stadt. Unter Rothes Ägide wurde 1918 die Straßenbahn kommunalisiert und 1920 der Zoologische Garten in städtische Trägerschaft übernommen. 1928 nahm der Flughafen Schkeuditz seinen Betrieb auf. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Zeit zwischen den beiden Weltkriegen konnte Karl Rothe der Stadt dennoch bedeutsame kommunalpolitische Impulse verleihen. Die von der Stadt Leipzig 1993 am Haus angebrachte Bronzetafel wurde nach Entwurf der Leipziger Künstler Harald Alff und Karsten Kunert in der Leipziger Bronzebildgießerei Noack gegossen.

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