DAS VERSCHWUNDENE LEIPZIG

Das Prinzip Abriss und Neubau in drei Jahrhunderten Stadtentwicklung

AUSSTELLUNG MIT STUDIERENDEN DER KUNSTGESCHICHTE, IN KOOPERATION ZWISCHEN DEM LEIBNIZ-INSTITUT FÜR GESCHICHTE UND KULTUR DES ÖSTLICHEN EUROPA (GWZO), DEM INSTITUT FÜR KUNSTGESCHICHTE AN DER UNIVERSITÄT LEIPZIG UND DER KULTURSTIFTUNG LEIPZIG

KURATIERT VON ARNOLD BARTETZKY UND ANNA REINDL

Die Ausstellung, die durch die Corona-Sperre in der Alten Nikolaischule nicht besucht werden kann, ist hier Online zu erleben!

Das verschwundene Leipzig dürfte kaum kleiner sein als das existierende. Das liegt nicht in erster Linie an den Kriegszerstörungen. Denn Leipzig war nicht erst in der Zeit der „Stadtumbaus-Ost“ eine besonders abrissfreudige Stadt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden hier immer wieder immense Baumassen für Neubauten oder Verkehrsanlagen abgeräumt. Beim Anblick der zerstörten Bauten auf historischen Fotografien oder Stichen kann man sich manchmal die Haare raufen. Das ist in der Ausstellung auch erlaubt, es steht allerdings nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es vor allem darum gehen, anhand der Abrisswellen die Prozesse der Stadtentwicklung und den Wandel städtebaulicher Leitbilder zu verfolgen – von der Niederlegung der Wallanlagen seit dem 18. Jahrhundert über den großangelegten Stadtumbau in der Kaiserzeit, die Modernisierung in der Zwischenkriegszeit und die Beseitigung vieler Baudenkmäler in den Nachkriegsjahrzehnten bis zur Dezimierung des Bauerbes der DDR in der jüngsten Vergangenheit. Die Ausstellung ist aus einem Seminar mit Studierenden der Kunstgeschichte an der Universität Leipzig hervorgegangen.

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