„Das ist ein Tag, der klingen mag“

Komponistinnen aus dem Kreis von Clara Wieck-Schumann

Barbara Senator – Sopranistin
Katharina Konovalenko – Pianistin
Silvia Pfändner – Schauspielerin

Texte, Lieder und Klaviermusik

Sonnabend, 2. November 2019, 17 Uhr
Alte Nikolaischule, Richard-Wagner-Aula

Obwohl Frauen als Musikerinnen und Komponistinnen auch schon früh in der Geschichte eine Rolle gespielt haben, wurden sie kaum beachtet. Sie hatten es schwer. Wollten Frauen im 19. Jahrhundert nicht nur Klavier spielen oder singen, sondern auch komponieren, hatten sie zahlreiche Hindernisse zu überwinden. Aber es gab in
romantischer Zeit immer wieder Musikerinnen, die den großen Schritt an die breite Öffentlichkeit wagten: diese Öffentlichkeit war einer der Sehnsuchtsorte dieser Romantikerinnen. Künstlerische Anerkennung finden Komponistinnen immerhin in der heutigen Zeit – ganz anders als noch zur Zeit Fanny Mendelssohn Hensels und Clara Wieck-Schumann. Mit dieser Komponistinnenauswahl soll darauf die Aufmerksamkeit gelenkt werden. Die Liste der Komponistinnen ließe sich fortsetzen.

Clara Schumann (1819–1896)
„Ich stand in dunklen Träumen“ (Text: Heinrich Heine)

Fanny Mendelssohn Hensel (1805–1847)
„Warum sind die Rosen so blass“ (Text: Heinrich Heine)
„Melodie“ cis-moll für Klavier

Maria Szymanowska (1789–1831)
„Notturno“ B-Dur

Fanny Mendelssohn Hensel
„Die Mainacht“ (Text: Ludwig H. C. Hölty)
„Nachtwanderer“ (Text: Joseph von Eichendorff)

Bettina von Arnim (1785–1859)
„Ein Stern der Lieb am Himmelslauf“ (Text: Achim von Arnim)
„Aus Faust“ (Text: Johann Wolfgang v. Goethe)

Clara Schumann
„Lorelei“ (Text: Heinrich Heine)
„Liebst du um Schönheit“ (Text: Friedrich Rückert)

Josephine Lang (1815–1880)
„Ob ich manchmal dein Gedenke“ (Text: Christian Reinhold Köstlin)
„Den Abschied schnell genommen“ (Text: Christian Reinhold Köstlin)

Clara Schumann
aus „Soirées musicales“: „Mazurka“ G-Dur op.6 Nr.5

Polina Viardot-Garcia (1821–1910)
„Sterne“ (Text: Afanasiy Fet)
„Hai Luli“ (Text: Xavier de Maistre)
„Les Filles de Cadix“ (Text: Alfred de Musset)

Die Künstlerinnen behalten sich das Recht auf Änderungen im Programm vor.

Barbara Senator

Barbara Senator begann ihre Gesangskarriere als Mezzosopran, studierte in Leipzig und Berlin und kam an die Staatsoper Hannover, wo sie von 2006 bis 2009 viele wichtige Partien dieses Fachs interpretierte. In den Jahren 2010 bis 2016 gehörte sie zum Ensemble der Semperoper Dresden. Barbara Senator sang am Royal Opera House Covent Garden, in der Royal Albert Hall, der Dutch National Opera, beim Glyndebourne Festival, beim Festival Aix-en-Provence, bei den Wiener Festwochen und den Münchner Opernfestspielen.Die Sopranistin feierte große Erfolge als Gänsemagd in Humperdincks „Königskindern“ und als Fuchs in Janaceks „Schlauem Füchslein“ an der Semperoper Dresden. Außerdem war sie zu Gast an der Staatsoper Unter den Linden Berlin und der Bayerischen Staatsoper sowie an weiteren Opernhäusern in Dresden, Leipzig, Stuttgart, Wiesbaden, Kassel, Mainz, Toulouse, Bordeaux, Bonn, Basel u.v.a.

Katharina Konovalenko

Für Pianistin Katharina Konovalenko, die bei Pawel Messner am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau und bei Barbara Fry an der Hochschule für Musik Heidelberg-Mannheim studierte, ist auch die Kammermusik mit ungewöhnlichen und wechselnden Besetzungen und einem Repertoire mit bekannten und kaum gespielten Kompositionen vom Frühbarock über Klassik bis zur gemäßigten Moderne seit ihrer Übersiedlung nach Deutschland ein wichtiges Anliegen. In Zusammenarbeit mit Musikern wie der Flötistin Rita D`Arcangelo, den Pianisten Amadeus Wiesensee, Andrei Korobeinikov und Pervez Mody sowie der Sopranistin Eliza Rudnicka entstehen zunehmend neue Konzertformate. 2007 gründete Katharina Konovalenko eine International Piano School. Als Solistin und Kammermusikerin trat sie in Deutschland, Frankreich, Ungarn und den Niederlanden auf. Sie hatte mehrere Radio- und TV-Auftritte.

Silvia Pfändner

Silvia Pfändner wuchs in der Fränkischen Schweiz auf. Sie studierte Gesang und Elementare Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Augsburg-Nürnberg und erweiterte ihre Fähigkeiten durch ein Schauspielstudium an der Hochschule der Künste Bern. Sie war mehrere Jahre festes Ensemblemitglied am Landestheater Tübingen und realisierte eigene, oft interdisziplinäre Projekte. Sie ist Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg und der Karolina-Rüedi-Stiftung Zürich und lebt seit zwei Jahren als Musikpädagogin und freischaffende Künstlerin in Leipzig.

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